Cassy - ein Traum von einem Hund

Unsere geliebte  Cassy 30.04.2001 - 25.06.2013

 

Cassy war eine Persönlichkeit wie man sie sehr selten vorfindet. Sie war immer freundlich zu allen Hunden und Menschen. Sie war der Liebling unserer Kunden und wurde überall freundlich empfangen.

 

Für andere Hunde war sie eine liebevolle Erzieherin. Auch nach Jahren hatte sie netten Kontakt zu ihren ehemaligen "Schülern". Auch mit Problemhunde ist sie liebevoll umgegangen. Sie hat mir gezeigt wie man vorgehen muß. Bei sehr ängstlichen Hunden blieb sie auf Abstand und es dauerte bis zu 30 Minuten bis das Eis zwischen den Tieren gebrochen war. Nach rund fünf Therapiestunden waren die Problemtiere keine mehr. Ich konnte und habe sehr viel von Cassy gelernt. In der Regel gehen Hunde direkt auf sich zu um sich zu beschnuppern.     

 

Sie war immer gesund. Einen Tierarzt hatte sie nie benötigt. Wir haben sie einfach vollwertig und gesund ernährt.

 

Die chemische Spritze und chemische Wurmkur hat Cassy nur beim Züchter erhalten. Danach nie wieder. Warum auch? Wir haben ausschließlich natürliche Produkte aus eigener Herstellung verwendet. Cassy hatte nie Würmer oder Giardien.

 

Wir haben Cassy versprochen, dass wir ihr jeglichen Tierarztbesuch ersparen. Wir haben unser Versprechen fast einlösen können.

 

Leider war ihr erster Tierarztbesuch auch der Letzte.

 

Verlauf

 

Sie kippte plötzlich um und stand nach 20 Sekunden wieder auf, als wäre nichts geschehen. Am nächsten Tag passierte es wieder. Wir gingen zu einer Tierärztin nach Brückmühl die Cassy untersuchte. Sie tastete Cassy ab und nahm ihr Blut ab. Sie vermutete, dass es das Herz sein könnte. Einen exakten Befund gab es nicht.

 

Die Tierärztin überwies uns nach einen Tierarzt nach Schloßberg (Rosenheim). Dieser sei Kardiologe und hat das entsprechende Gerät.

 

Der Ultraschall ergab, dass alle Organe in Ordnung sind, außer auf der Milz sieht man einen Schatten und an der Gebährmutter einen Knoten der aber nicht dramatisch sein sollte.

 

Die zweite Blutunterschung ergab dann noch eine Anemie. Behandelt wurde diese von beiden Tierärzten nicht! Ich hatte ein Präparat welches zur Vermehrung der roten Blutkörperchen diente. Leider hat Cassy ihr geliebtes Nassfutter nicht mehr gefressen und fraß nur Trockenfutter aus der Hand. Somit konnte ich sie nicht optimal behandeln.

 

Der Lebenswillen von Cassy war immer vorhanden.

 

Dann kam die Entscheidung!

OP oder sie gehen lassen? Der TA in Schloßberg sagte: Wenn das mein Hund wäre, dann würde ich zur OP raten. Diese Aussage hätte ich als TA auch von mir gegeben, wenn ich so denken würde wie er.

 

Cassy lag auf dem Metalltisch und schaute uns an. Wir glauben das sie sagen wollte, helft mir. Aber wie? Wie sollen wie uns entscheiden? Über 12 Jahre war sie täglich an unserer Seite. Sie war ein besonderes Familienmitglied.

 

Wir konnten nicht anders als dem TA zu sagen, dass wir der OP zustimmen. Eine Narkose hätte Sie so oder so bekommen, nur war diese nicht so stark. Wir sagten dem TA, dass er sie nach dem Öffnen sofort wieder schließen sollte, wenn es keinen Sinn machen sollte.

 

Nutzen TA das aus, dass man sich in der Regel für die OP entscheidet? Man denkt nicht klar. Wie auch? Das wurde uns Tage später klar.

 

Aufklärung vom TA gab es keine.

 

Es dauerte höchstens 5 Sekunden und es lagen urplötzlich drei gefüllte Spritzen auf dem Tisch die Cassy umgehend verabreicht wurden. Schon merkwürdig, wie schnell das ging.

 

Als Cassy vom TA und seiner Helferin in den OP-Raum getragen wurde, schaute mich Cassy mit weit geöffneten Augen an. Diesen Blick sehe ich jede Nacht. Ich sage mir immer, dass sie nicht mehr so richtig bei sich war. Das macht es leichter.

 

Die OP ging von 15.30 bis 17.30 Uhr. Als wir in der Praxis anriefen sagte die Dame am Telefon, dass Cassy die OP gut überstanden haben soll. Wir wollten Cassy besuchen, aber das wurde uns strikt verweigert. Dr. S würde uns aber noch am Abend anrufen. Leider rief dieser nicht an. Alles ziemlich misteriös.

 

Da die Praxis kurz darauf schließ war es für uns nicht mehr zu schaffen rechtzeitig anzukommen.

 

Wie stellten uns die Frage: Hat Cassy die OP wirklich überstanden?

 

Am nächsten Morgen rief nicht der TA an, sondern wir mußten wieder anrufen. Wir fragten nach wie es Cassy ging. Die Dame am Telefon teilte uns mit, das Dr. S uns in den nächsten 30 Minuten anrufen wird. Als das geschah teilte er uns die schlimme Nachricht mit. Er wäre angeblich noch um 21.30 Uhr bei Cassy gewesen und sie soll noch gelebt haben. In der Nacht soll sie eingeschlafen sein.

 

Und wieder das gleiche Problem! Eine genaue Diagnose gab es wieder nicht. Auf der Horror - Rechnung ist u.a. eine Gewebeprobe noch München geschickt worden. Und das von einem verstorbenen Hund! Wozu das?

 

Die Anteilnahme von Freunden, Bekannten, Kunden deutschlandweit war gewaltig. Durch unseren Job war Cassy sehr bekannt. Jeder wollte alles wissen. Dann erfuhren wir von einigen Hundeliebhabern, dass diese Dr. S einen entsprechenden Ruf haben soll. Wir haben von Kunden und Bekannten so einiges von TA gehört, auch von Dr. S.  Da wir noch nie einen TA benötigten hatten wir keine Erfahrung und haben die Meinungen zur Kenntnis genommen. Es wird viel herumgedoktert. Schließlich sind Tiere Privatpatienten.

 

Mir kommt immer ein Bericht hoch der von einem Parasitologen aus Zürich geschrieben wurde. Tiere werden oft zu Tode therapiert.

 

Wir vermuten, dass nicht alles und auch am Schluß mehr als nötig getan wurde. Diese Vermutung teilten sehr viele Hundeliebhaber, die auch in der Nähe von der Praxis von Dr. S wohnen und ihn meiden.

 

Eine Frau sagte, dass Dr. S. gesagt haben soll, dass er obwohl er so teuer ist ihm die Kunden die Praxis einrennen.

 

Hundepsychologe und Tierheilpraktiker zu sein ist für mich eine Berufung.

 

Für einen Tierarzt soll sein Beruf eine Berufung sein. Ist sie das? Steht das Geld an erster Stelle?

 

Wir riefen unseren Züchter in Niederbayern an und teilten ihm diesen Fall mit. Er verstand auch nicht alles. Wir fragten wie hoch die Lebenserwartung dieser Rasse ist. Er sagte, dass Cassy die letzte aus dem Wurf gewesen ist. Cassy hatte noch sieben Geschwister.

 

Weiter sagte er, dass er 10 Welpen hat und davon sind 5 Mädchen. Er sagte, dass die Gene vom Urgroßvater und von der Ururgroßmutter in den Welpen enthalten sind.

 

Am 3. August holten wir unsere Cassy nach Hause.

 

Cassy 2 lebt in Cassy 3 ein Stück weiter und wir können all unsere Erfahrung unserem neuen Bewohner weitergeben.

 

Wir werden Cassy 2 immer in unserem Herzen tragen und diese besondere, liebvolle Damen nie vergessen.

 

Wir stellen uns immer noch die Frage: Warum durften wir nach der OP unsere Cassy nicht besuchen?

 

Wir werden noch ein persönliches Gespräch mit dem TA führen.

 

Das ist inzwischen geschehen. Wer den TA kennt weiß, dass er sich gut verkaufen kann. Er redete rund 60 Minuten mit uns (sogar kostenlos nachdem wir entsprechend lautstarkt mit seiner Hilfe gesprochen hatten) da sie sagte, dass es kostenpflichtig ist nahm sie nochmals Rücksprache.

 

Es haben sehr viel Kunden und Bekannte mit uns gesprochen, auch über Erfahrungen mit diesem und auch andere TÄ. Es hat uns sehr verwundert warum die Praxis so gut besucht wird. Es sind über 30 Hundehalter die kein gutes Haar an dem TA ließen. Auch wir würden diese Praxis nicht mehr betreten. Es warf mit Fachausdrücken um sich (da ich Fachkenntnisse habe war das kein Problem). Nur, sollte sich ein TA verständlicher ausdrücken. Ich teilte ihm mit, dass sehr viele Tierhalten von ihm schlecht reden und das nicht ohne Grund. An seiner Körpersprache sah ich, dass es ihm nicht angenehm war. Er verschrenkte seine Arme vor seinem Bauch und wurde ein wenig unsicher. Selbstverständlich ging er auf meine Aussage nicht ein.

 

Warum wir Cassy nicht besuchen durften versuchte er ncht direkt zu beantworten. Er sagte nur, dass er nach dem Öffnen des Tieres eine Entscheidung treffen musste. Lt. der TÄ aus Bruckmühl sollte Cassy eine Bluttransfusion erhalten, die sie allerdings nicht erhielt. Auch die Anemie wurde nicht behandelt und das war vermutlich das Problem. Sie war zu schwach.

 

Die TÄ aus Buckmühl wollte Cassy operieren. Dann plötzlich traute sie sich nicht. Die Aussagen der beiden TÄ waren nicht immer konform.

 

Wir wollten mit der TA aus Bruckmühl über das Ganze reden, denn sie überwies uns zu dem TA.  Wir riefen an und fragten ob das Kosten verursacht. Die Kollegin der TA sagte vorwurfsvoll, selbstverständlich. Die Kollegin könnte in der Zeit eine OP durchführen, da würde Sie mehr Geld verdienen. Das lassen wir mal so stehen.

 

Ich frage mich als Tierheilpraktiker: Warum mache ich einiges ohne Berechnung?

 

Nun gehe ich wieder den Weg den ich mir Cassy gegangen bin. Über 12 Jahre keinen TA aufsuchen. Es ist und war mmer wieder ein Teufelskreis. Man kommt selten wieder raus. Mit Cassy 3 werde ich weiterhin natürliche Produkte verwenden und das Tier vollwertig ernähren. Nicht ohne Grund war Cassy immer gesund. Sie hatte auch am Schluß kein ernährungsbedingtes Problem.

 

Nun schließen wir das Kapitel und denken an die schöne Zeit mit unserer Cassy. Wir werden unsere Erfahrung an Cassy 3 weitergeben.

 

Unser Tipp: Wenn Ihr Hund ca. 7 Jahre alt ist wäre ein Ultraschall anzuraten. Lassen Sie u.a. die Milz untersuchen. Sicher ist sicher.

 

Cassy bleibt unvergessen und immer in unserem Herzen. Auf einigen Dosenfutter-Etiketten ist sie verewigt.